Cross-EM-Quali: Klosterhalfen und Seelhöfer beweisen Extraklasse

22.11.2016 | Von val
Cross-EM-Quali: Klosterhalfen und Seelhöfer beweisen Extraklasse
Cross & Trail
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Der Crosslauf auf dem übersichtlichen Wiesengelände an der Winkelschneise in Darmstadt macht der Deutschen Crosslaufszene immer noch Beine. Und dem Ruf nach Hessen waren auch in diesem Jahr wieder viele Topläufer gefolgt. Besonderen Anreiz bildeten neben den integrierten Deutschen Hochschulmeisterschaften besonders die Vergabe der Cross-EM-Tickets in der U20 bei Frauen und Männern. Wie in den Jahren zuvor hatte Renn-Organisator Winfried Raatz einmal mehr einen fairen, aber auch anspruchsvollen Kurs auf dem sandigen Gelände abgesteckt. Einzig der störende Wind machte dem einen oder anderen Teilnehmer das Leben auf der Strecke schwer.

 

Text und Fotos: Jörg Valentin

Kaum eine Entscheidung in Darmstadt war mit einer solchen Spannung erwartet worden wie das  Rennen der U20 über 6.600 m. Mindestens zehn Anwärter gab es für einen der begehrten Plätze im EM-Team des DLV für die Cross-EM im sardischen Chia. Waren es anfänglich Mittelstreckler Christian van Christian van Eitzen (11. LC Rehlingen/22:20 min) und der Deutsche Crosslaufmeister Luas Eisele (3./LG Filder/21:24 min), die das Tempo hochhielten, war es später besonders der Sieger Jannik Seelhöfer (SC Melle/21:19 min), der das Geschehen bestimmte. Der zukünftige Leipziger setzte immer wieder seine gefürchteten Tempospitzen. Diesen fielen die Konkurrenten einer nach dem anderen zum Opfer. Der verdiente Lohn das Ticket nach Ghia. Über das durften sich auch der Zweite Marvin Heinrich und eben Lukas Eisele als Dritter freuen.

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Eine Klasse für sich: Konstanze Klosterhalfen

Konstanze Klosterhalfen war eine Klasse für sich

Spätestens nach der Einführungsrunde war den fachkundigen Betrachtern an der Strecke an der Darmstädter Winkelschneise klar, dass an einem Sieg der Leverkusenerin Konstanze Klosterhalfen  in der U20 kein Weg vorbei führen konnte. Zu klar war die Überlegenheit der 19-jährigen Sportstudentin. Da hatte auch die bereits qualifizierte und im Vorfeld stark eingeschätzte Alina Reh (SSV Ulm) keine Chance. Am Ende war der Vorsprung mit über 200 m fast kaum zu glauben. Aber, diejenigen, die Konstanze Klosterhalfen bei ihrem Sololauf über das Wiesengelände sahen, waren sich sicher: Hier läuft die kommende Europameisterin im Cross in der U20. Nicht starten konnte in Darmstadt die ebenfalls hochgehandelte Sarah Kistner. Die Kronbergerin darf aber noch auf eine Wild-Karte für die EM in Cross-EM-in Chia (Italien am 11. Dezember) hoffen.

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Der Kampf um die Plätze in der U20: Hier die Löningerin Lea Meyer

Caterina Granz überrascht Julia Blaesdale

Caterina Granz wurde nicht nur neue Deutsche Hochschulmeisterin, sondern die 22-Jährige im Trikot der FU Berlin gewann für viele doch überraschend den Frauenlauf in Darmstadt. Die hoch eingeschätzte Olympiaachte für Großbritannien und Neu-Deutsche, Julia Blaesdale (LT Haspa Marathon Hamburg), kam als Zweite mit neun Sekunden Rückstand in 23.40 min ins Ziel. Die mittlerweile 35-Jährige Ex-Britin hofft sich im kommenden Jahr für einen Platz im Deutschen-WM-Team für London empfehlen zu können. Auf Platz drei landete mit 12 Sekunden Rückstand Blaesdale Hamburger Mannschaftskollegin Jana Sussmann.

Simon Boch bester Deutscher

Bei den Männern und Junioren konnte sich über knapp 9.000 m hinter einer ostafrikanischen Phalanx mit Daniel Kemoi (KEN/27:29 min), Alex Kipkorir (KEN/27:53 min) und Yossief Tekle (ERI/28:32 min) an der Spitze als bester Deutscher Simon Boch (LG TELIS Finanz Regensburg/28:45 min) als Fünfter platzieren. Nun hofft der Schützling von Meistertrainer Kurt Ring auf eine Nominierung für die EM in Italien. Dafür benötigt der 23-Jährige allerdings noch einen weiteren guten Wettkampf im niederländischen Tilburg. Als Gesamtsechster sicherte sich Jan Lukas Becker für die UNI des Saarlandes den Titel des Deutschen Hochschulmeisters.

Nicht zu vergessen ist der Galaauftritt des erst 15-jährigen Dortmunders Elias Schreml. Der Schützling von Bundestrainers Pierre Ayadi ließ mit einer taktischen Meisterleistung in der U18 über 4.400 m den höher gehandelten Nick Jäger (TSV Penzberg), Jannik Weiß und dem aktuellen Deutschen Meister Julius Hild (SSV Hanau-Rodenbach) nicht den Hauch einer Chance.

Titel-Foto: Quali-Rennen in der U20 der Männlichen Jugend: Der spätere Sieger Jannik Seelföfer (in Weiß/Melle) hielt sich zu Beginn noch zurück.

Ergebnisse: http://www.dlv-xml.de/Storage/EventFiles/16L00000000712201/5413.pdf

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