Über Ansprüche für große Ziele …

16. März 2017 | by val
Über Ansprüche für große Ziele …
Allgemein
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Ein paar persönliche Gedanken um Nachwuchsprobleme rund um das neue Spitzensportkonzept.                                                      

Von Lothar Pöhlitz

Ob die große Reform-Diskussion um mehr Medaillen inzwischen schon zu praktischen Konsequenzen, oder wenigstens zu Konzeptionen zur praktischen Umsetzung, zu professionellen Bedingungen geführt hat? Es ist schon wieder ruhig geworden um das mehr und besser für scheinbar nicht mehr Geld als früher. Endet es vielleicht darin das sich Deutschland außerhalb des Fußballs nur noch für Sportarten engagiert in denen es weltweit wenig echte Konkurrenten gibt. Es tangiert nicht nur Profis – die im Wintersport 4-5 Monate zu Wettkämpfen unterwegs sind wie selbstverständlich –  auch den Schüler- und Nachwuchsleistungssport, den Schulsport als immanenten Teil der Bildung und damit die Politiker in den Ländern, die Sport-Funktionäre allüberall und die Innenminister der Länder. Für eine Leichtathletik-Zukunft entscheidet, ob bei angedrohter reduzierter Förderung, eine aktuell verstärkte Nachwuchsarbeit in den Landesverbänden und Vereinen nicht nur auf der Agenda steht. Man hört das selbst die Bundestrainer bisher noch keine neuen Arbeitsverträge vom DOSB erhalten haben oder derzeit für ein kleines Honorar für Deutschlands Auslandsrepräsentanz arbeiten müssen. Viele Leute glauben heute noch das Trainer ein richtiger Beruf sei mit dem man eine Familie ernähren könnte.

Den Nachwuchs auf das Hochleistungstraining vorbereiten

Nachwuchs-Basisarbeit für Leistungen die in der Zeitung stehen erfordert das sehr früh die „Typ-Erkennung“ erfolgt, Kinder früher auf der Grundlage dieser Erkenntnisse richtig trainiert werden so dass die „Erbanlagen“ sichtbar und früher verstärkt werden. Da müsste de Wiege der späteren Olympiasieger stehen. Stillstand bedeutet bekanntlich Rückschritt. Deshalb müssten Mitarbeiter in allen Landesverbänden, die Nachwuchs-und Presse-Crew des DLV, die OSP, das IAT und Funktionäre für diesen Sport-Schwerpunkt unterwegs sein. Sicher werden der neue „General und Cheftrainer“ Gonschinska dies als eine besondere Herausforderung innerhalb ihrer offensichtlich nicht leicht zu verteilender Arbeit in nächster Zeit ansehen, wenn sie nicht nur die EM 2018 im Blick haben. Natürlich hätte er für diesen Bereich verantwortliche Nachwuchs-Bundestrainer. Mit dem neuen DOSB-Konzept sollte sich auch die Leichtathletik für die Sportschulen und Eliteschulen des Sports und ihre „leistungsfähige Aufrüstung“ mehr als bisher kümmern. Mit 3-5 x Training ist kein Staat zu machen. Man fragt sich schon länger warum es beim DLV keinen Fach-Koordinator für die Sportschulen und Eliteschulen des Sports gibt. Wurden diese vom DOSB vor Jahren geschaffenen Institutionen bisher vom DLV übersehen?

Die Ansprüche und Bedingungen müssten auf das Niveau der Ziele gehoben werden, wenn nach 2020 Läufer aus Germany vom Podium grüßen sollen.

Die Talentsuche durch Scouts und ihre Ausbildung durch die Abt. Leistungssport bei den Landesverbänden und durch die Nachwuchs-Verantwortlichen beim DLV sind der Schlüssel für Olympiasiege oder Medaillengewinne jenseits von 2020. Sie müssen sich intensiv u.a. um die Wenigen, man kann sie derzeit, in noch nicht einmal allen LV, an einer, höchstens an zwei Händen abzählen. Aus den Erfahrungen aus den letzten Jahren sollte in diesem Zusammenhang eine besondere Aufmerksamkeit auch denen gelten die zuletzt Erfolge bei U18-U23 EM/WM erzielten.

Die Sorgen müssten auch dem „Morgen nach Olympia 2020“ gelten.

Die wenigen Privilegierten sind die Goldkörnchen, die Ausnahmen mit den Genen fürs schnelle Laufen und Siegen über unterschiedlich lange Strecken. Sie müssen gefunden und in „Goldschmieden“ ausgebildet werden, sehr früh und wenn möglich von „Goldschmiede-Fachpersonal“. Sie brauchen das Wissen um das trainingsmethodische Vorgehen in der Vorbereitung junger Talente auf das Hochleistungstraining, auf Leistungen die vor wenigen Jahren in Spitze und Breite noch undenkbar waren. Dafür braucht es vor allem die organisatorische (Trainingszeit) und inhaltliche „Gemeinschaftsproduktion“ von DLV, den OSP, den LV, von Sponsoren, der Sportmedizin und – und – und Bedingungen die Hochleistungstraining über mindestens 4 Jahre zulassen. Zu einem solchen Team gehören auch Funktionäre die ihr Amt mit Pflichten und Verantwortung für solche Ziele verbunden sehen und sich vielleicht wieder um den außerschulischen Sport sorgen den es fast nicht mehr gibt. Es gibt sie ja in den Landesverbänden, die Abteilungen für Leistungssport.

Foto: Jörg Valentin / Lauf der WU18 bei den deutschen Crossmeisetrschaften in Löningen

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