NRW-LaufAkademie setzt Maßstäbe

21.03.2017 | Von val
NRW-LaufAkademie setzt Maßstäbe
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Die Zahlen sprechen für sich: 2016 zählte man bei 600 Laufveranstaltungen in NRW insgesamt 500.000 Läuferinnen und Läufer. Keine Bereitensport-Bewegung ist in Deutschland so groß wie die Laufbewegung im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Vor diesem Hintergrund wurde 1. Mai 2016 die NRW-LaufAkademie gegründet. Diese einzigartige Einrichtung im Deutschen Leichtathletik-Verband ist ein Organisationsmodell für den Laufsport. „Man kann die NRW-LaufAkademie auch als Vorzeigeprojekt  der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen und dem LV Nordrhein bezeichnen, denn wir kooperieren nicht erst seit dem 1. Mai 2016  auf dem Gebiet des Freizeit- und Breitensports miteinander. Ich erinnere nur an unsere  gemeinsame Lauftrainer- und Walking-Lehr-Ausbildung, die im Deutschen Leichtathletik-Verband Modell-Charakter hat. Die Politiker äußersten uns gegenüber  schon lange den Wunsch, dass die beiden NRW-Leichtathletik-Verbände mehr zusammenarbeiten sollen. Sie signalisierten uns recht deutlich, dass wir als Einzelverbände keine Chance haben, wenn wir finanzielle Mittel erhalten möchten,“ erläuterte der Leiter der NRW-LaufAkademie, Michael Blomeier, auf der VKLA-Tagung im SportCentrum Kamen*Kaiserau.

Michael Blomeier sagte, dass vor zwei Jahren die unsägliche Diskussion um Finisher-Euro die Gründung der NRW-LaufAkademie beschleunigt hat, denn das Vertrauen der Läuferinnen und Läufer in die Verbände sank immer mehr. Viele von ihnen waren der Meinung, dass es wesentlich besser sei, wenn sich die Laufszene verselbstständigen würde. „Diesem Trend mussten wir entgegenwirken, und da kam die Gründung der NRW-LaufAkademie gerade zur rechten Zeit,“ unterstrich Michael Blomeier.

Durch die neue Einrichtung wurden die bisherigen Strukturen deutlich verschlankt, sodass inzwischen ein effektiveres und schnelleres Arbeiten möglich ist.

Die NRW-LaufAkademie betrachtet sich als Dienstleister der Verbände. Daher muss sie einem Aufsichtsgremium,  das aus jeweils drei Personen aus dem FLVW und dem LVN besteht, regelmäßig Bericht erstatten.

Die NRW-LaufAkademie versteht sich jedoch nicht nur als Ort der Verwaltung, sondern auch als Ort der Mitwirkung. Michael Blomeier: „Sie lebt vom Interesse und dem Engagement aller Beteiligten. Wir wollen alle mit ins Boot nehmen- vor allem auch die vielen vereinslosen Läuferinnen und Läufer. Wenn uns das gelingt, diese Sportlerinnen und Sportler wieder mehr an unsere Verbände zu binden, dann haben wir einen ganz entscheidenden Schritt geschafft.“

Michael Blomeier hofft, dass die Führungsspitze der westfälischen Leichtathletik den in diesem Jahr startenden  Vereinsdialog nutzt, die Philosophie der NRW-LaufAkademie mit in die Kreise und Vereine zu tragen. „Die Leichtathletik ist so vielfältig im Freizeit- und Breitensportbereich. Das müssen wir wesentlich mehr nutzen, und in den Kreisen haben wir diesbezüglich noch jede Menge Potential,“ befand der Leiter der NRW-LaufAkademie .

Auch die Gesundheitskassen möchte Michael Blomeier mit in die Arbeit der NRW-Laufakademie einbeziehen, denn es besteht ein gegenseitiges Interesse.

An Ideen mangelt es nicht. Vieles muss in Zukunft noch umgesetzt werden. Vieles ist allerdings schon geschafft worden. So wurde u.a. ein neuer Internetauftritt (www.nrw-laufakademie.de) erstellt, eine gemeinsame Lauftagung mit dem LV Nordrhein durchgeführt und der NRW-Laufkalender, der eine Auflage von 22.000 Exemplaren hat, herausgegeben.

Der Laufbereich ist ein noch wachsender Markt. Obwohl das Laufen an Einfachheit kaum  zu überbieten ist, gibt immer wieder neue Veranstaltungsformen. Eine bildet in diesem Jahr  der Urban Run, bei dem man ohne Zeitmessung und Leistungsdruck durch eine Stadt  läuft und dabei Sport und Kultur miteinander verbindet.

Die NRW-LaufAkademie hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, alle am Laufsport interessierten Personen und Gruppen mit ins Boot zu nehmen. Daher wird sie auch alle neuen Entwicklungen wie den Urban Run in Zukunft mit begleiten.

Text und Foto: Matthias Behrens

 

 

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