Vom Finish nach 113 km träumen …

12.05.2017 | Von val
Vom Finish nach 113 km träumen …
Literatur
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„Nicht, weil die Dinge schwierig sind, wagen wir sie nicht, sondern weil wir sie nicht wagen, sind sie schwierig.“ Diese Worte von Prof. Georg Kröger, dem dreifachen Ironman-Hawaiifinisher treffen den Nagel auf den Kopf. Denn Triathlon vereint alles: Willensstärke, Durchhaltvermögen, Kraft, ein gutes Körpervermögen und eine hohe eigenen Motivation. Eure LAUFZEIT&CONDITION hat die beiden renommierten Triathleten-Experten Hermann Aschwer und Marlies Penker interviewt.

 

Interview mit Marlies Penker

1) Was ist Ihre liebste Strecke zu Laufen?

Meine Lieblingsstrecke führt entlang des schönen Wörthersees in Kärnten.

2) Wie bereiten Sie sich physisch auf einen Triathlon vor?

Ich trainiere alle drei Sportarten sehr gerne, am liebsten laufen, und ich fahre mit dem Rennrad auch zwischendurch immer wieder Bergeinheiten.

3) An was denken Sie, wenn Sie sich beim Triathlon weiter motivieren müssen, um den toten Punkt zu überwinden oder haben Sie einen Motivationstrick?

Ich habe den Triathlon in Menüform aufgeteilt, das Schwimmen als Vorspeise, das Radfahren als Hauptspeise und meine Lieblingsdisziplin ist das Laufen … die Nachspeise. Wenn ich keine guten Gedanken habe, dann stelle ich mir vor meinem geistigen Auge die Freude beim Zieleinlauf vor, das motiviert mich sehr.

4) Haben Sie einen besonderen Tipp für Triathlon-Anfänger?

Langsam anfangen, dazwischen immer wieder Ruhetage einlegen und nach und nach die Umfänge und auch die Intensität steigern und vor allem mit viel Freude (und ohne Druck) zum ersten Wettkampf gehen.

5) Wie belohnen Sie sich nach einem erfolgreichen Triathlon?

Ich sage immer DANKE an meine Familie, mein Team, an meine Helfer und ich belohne mich mit einem Pfefferminztee mit gaaaaaanz viel Zucker

6) Hören Sie wenn Sie Laufen und Radfahren Musik, falls ja welche?

Nein.

7) Rechnen Sie jeden Kilometer bei einem Triathlon im Kopf mit?

Nein, ich habe so eine ungefähre Vorstellung im Kopf, beim Laufen sind meistens die KM-Angaben auf der Straße zu finden, da habe ich dann eine ganz genaue Orientierung.

8) Gibt es sonst einen anderen Lieblingssport?

Bergläufe.

9) Wer ist Ihr Lieblings-Athlet/Vorbild?

Natascha Badmann, sie hat sechsmal den IM Hawaii gewonnen und ihr herzhaftes Lachen hat mich immer fasziniert und begeistert

10) Haben Sie eine Ernährungsphilosophie?

Nein, ich habe keine bestimmte Philosophie, ich esse gerne Kartoffeln mit Ei, dann Dinkelnudeln, Polenta und Hühnerfleisch mit Reis.

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Interview mit Hermann Aschwer:

1) Was ist Ihre liebste Strecke zu Laufen?

Eine hüglige Halbmarathonstrecke in freier Natur. Das liebe ich sowohl im Training als auch im Wettbewerb.

2) Wie bereiten Sie sich physisch auf einen Triathlon vor?

Überwiegend durch mittellange und ruhige Ausdauereinheiten sowohl beim schwimmen, als auch beim Rad fahren und beim Laufen.

3) An was denken Sie, wenn Sie sich beim Triathlon weiter motivieren müssen, um den toten Punkt zu überwinden oder haben Sie einen Motivationstrick?

Bei toten Punkten – die bei mir sehr, sehr selten auftreten – hilft es ungemein das Tempo ein wenig zu drosseln, zu trinken und an das nächste große sportliche Ziel zu denken. z.B. an den nächsten Ironman70.3, an den nächsten Halbmarathon. Während dieser Phase erholt sich der Körper und die Probleme sind dann schnell verschwunden.

4) Haben Sie einen besonderen Tipp für Triathlon-Anfänger?

Triathlonanfänger sollten alle 3 Disziplinen einfach genießen, auch die vermeintlich schwächste dabei. Nicht die Zeit ist entscheidend, sondern das bewusste Erleben des Triathlons.

5) Wie belohnen Sie sich nach einem erfolgreichen Triathlon?

Nach dem Triathlon benötige ich keinen besonderen Lohn. Das Erleben der 3 Ausdauerdisziplinen war Lohn genug. Ein evtl. Podestplatz ist mehr eine angenehme Zugabe, aber nicht ausschlaggebend für meine sportliche Betätigung.

6) Hören Sie wenn Sie Laufen und Radfahren Musik, falls ja welche?

Beim Ausdauersport stört mich Musik. Ich genieße in vollen Zügen die herrliche Natur.

7) Rechnen Sie jeden Kilometer bei einem Triathlon im Kopf mit?

Nicht jeden Kilometer, aber es ist ausreichend Zeit vorhanden, um kleine Rechenspielchen beim Triathlon unterwegs anzustellen. Beim Rad fahren so etwa jede 10 km, beim Laufen jeweils bei den 5 km Punkten.

8) Gibt es sonst einen anderen Lieblingssport?

Neben Schwimmen, Rad fahren und Laufen wandere ich im Herbst gerne stundenlang durch den bunten Laubwald. Im Winter bevorzuge ich die Loipe. Also alles das, was mit Bewegung zu tun hat.

9) Wer ist Ihr Lieblings-Athlet/Vorbild?

Echte Vorbilder habe ich nicht. Ich bewundere all diejenigen, die neben ihrem Beruf, der Familie auch noch spaßbetont Ausdauersport betreiben.

10) Haben Sie eine Ernährungsphilosophie?

Ich versuche mich abwechslungsreich mit viel Salat, Gemüse und möglichst eiweißreich zu ernähren. Mache aus der Ernährung keine Religion.

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Bibliografischen Angaben:
Triathlon: Training ab 40
Hermann Aschwer
ISBN 978-3-8403-7527-9
22,95 € [D]
Triathlon: Training für die Mitteldistanz
Marlies Penker / Hermann Aschwer
ISBN 978-3-8403-7526-2
19,95 € [D]

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