Über 700 Starter beim Aaseelauf in Ibbenbüren

07.08.2017 | Von val
Über 700 Starter beim Aaseelauf in Ibbenbüren
Halbmarathon/10 km
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Der Lauf um den idyllisch gelegenen Aasee in Ibbenbüren, der nun schon zum 34. Mal ausgetragen wurde, gehört zu den beliebten Volksläufen der Region. Er findet am ersten Freitag im August statt und fällt meistens in die großen Sommerferien. Um so erstaunlich ist die regelmäßig hohe Zahl der Starter, die nicht nur die schöne Landschaftsstrecke mögen, sondern auch das vielfältige Rahmenprogramm schätzen. Im Angebot sind vier Laufstrecken über 1 km (Schüler), 5 km (Jedermannslauf), 10 km (Hauptlauf) sowie Halbmarathon. Alle Strecken sind offiziell vermessen und bestenlistenfähig. Die Strecken sind, obwohl am Teutoburger Wald gelegen, allesamt flach. Einzig eine Straßenüberführung steht gleich nach dem Start und kurz vor dem Ziel im Weg. Insgesamt erreichten diesmal 718 Akteure das Ziel; die beliebteste Strecke war der Zehner mit 283 Finishern.

Der Jedermannslauf wurde zu einer klaren Angelegenheit von Lokalmatador Timo Gottwald vom SV Teuto Riesenbeck. Er gewann in 16:25 min mit mehr als einer Minute Vorsprung vor Benjamin Luber vom Team Erdinger alkoholfrei in 17:35 min und Marcus Demmler von Viva con aqua in 17:47 min. An Teuto Riesenbeck ging auch die Frauenwertung, die Kira Konermann, noch knapp unter zwanzig Minuten bleibend, für sich entscheiden konnte (19:55 min). Eva Berghaus vom Hochschulsport Münster Triathlon konnte sich in 20:21 min die Vizemeisterschaft sichern und Altersklassenläuferin Petra Kloppenborg (W50) von der LG Emstetten auf den Bronzerang (22:07 min) verweisen. Beim Schülerlauf über 1000m blieben die Leistungen bescheiden. Bei den Jungs bis U16 gab es nur drei Läufer, die knapp unter vier Minuten blieben. Das waren Sieger Björn Gross (3:52 min) sowie die zeitgleichen Fabian Barlage (2.) und Jacob Demmler (3.) in je 3:53 min. Bei den Mädchen machten drei U12-Läuferinnen die Treppchenplätze unter sich aus: Johanna Herkenhoff wurde erste in 4:07 min vor Lara Schirmbeck in 4:13 min und Lina Schnetgöke in 4:25 min.

Nicht die längste Strecke (HM) ist in Ibbenbüren die wichtigste, sondern der Zehner, obwohl es für die Verbesserung des Streckenrekords im Hauptlauf (10km) nur die Hälfte des Preisgeldes gibt, das im Halbmarathon ausgeschrieben ist. Für einen solchen und gleichzeitig für die beste Leistung des Tages sorgte die in Ibbenbüren praktizierende Neurologin Nadine Madeira de Miranda (ohne Verein). Sie hatte keine ernsthafte weibliche Konkurrenz zu fürchten und hängte sich gleich an die schnellsten Männer des Feldes. Nur drei von ihnen sollten schneller sein als die Frau mit dem klingenden Namen, nämlich Marvin Karsch vom Active Sportshop Osnabrück, Andreas Pott vom SV Teuto Riesenbeck und Artem Rodionov von Stralez.com. Sieger Karsch konnte sich in 35:04 min knapp gegen Pott in 35:08 min durchsetzen, während Rodionov nach 35:46 min ins Ziel kam. Schon als vierte beendete de Miranda ihr Rennen und blieb in 36:17 min (netto) genau eine Sekunde unter dem bisherigen Streckenrekord, womit sie die kleine Prämie einkassierte. Auf Rang zwei kam Anna Veltmann vom SC Spelle-Venhaus in 42:08 min vor Stefanie Streich (TV Georgsmarienhütte) in 45:19 min.

Vollkommen außer Reichweite waren diesmal die Bestwerte beim Halbmarathon, die bei 1:09 h beziehungsweise 1:19 h stehen. Der schnellste Mann war Theo Leuders vom TV Epe in 1:21:04 h, der den vereinslosen Dejen Issak (1:21:30 h) und Michael Prott vom LSF Münster in 1:22:04 h auf die Plätze verwies. Bei den Frauen hatten zwei Läuferinnen von der DJK Gütersloh die Nase vorn, die Triathletin Silvia Noya Crespo in 1:37:37 h und Emma Termini in 1:42:51 h. Dritte wurde die vereinslose Sonja Klaus, die in 1:42:49 h, die zwar eine um zwei Sekunden bessere Nettozeit aufwies als Termini, aber deren Bruttozeit, nach der die Reihenfolge bestimmt wurde, einige Sekunden langsamer war.

Der Lauf war wie immer gut organisiert und fand bei günstigen Bedingungen statt. Das ausgedehnte, gemütlich Beisammensitzen im Clubhaus, während dem die Siegerehrungen zelebriert werden, ist fester Bestandteil des Aaseelaufs. (Michael Schardt)

Unser Foto zeigt den Start des 5-km-Laufs mit dem Sieger Timo Gottwald mit Startnummer 348 (Foto: Veranstalter)

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