Volksbank-Münster-Marathon steht in den Startblöcken

10.08.2017 | Von val
Volksbank-Münster-Marathon steht in den Startblöcken
Marathon
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„Wir feiern unsere Helden“ – ganz besonderen Wert legt man beim Volksbank-Münster-Marathon auf die Masse der Freizeit- und Breitensportler. Doch so ein richtiger Stadtmarathon begeistert auch durch schnelle Läuferinnen und Läufer, durch rasante Streckenrekorde – wo Breiten- und Profisport sich treffen. „Wir betonen an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich: Wir arbeiten ausschließlich mit befreundeten und langjährig bekannten Managern zusammen, wo wir wissen, dass auch die Athleten in hohem Maß von den Preisgeldern oder den „erlaufenen“ Zeitboni profitieren. Und wir halten bewusst die Balance zwischen Profi und Breitensport – unser Marathon ist dafür bekannt, dass besonders Marathon-Novizen hier gute Chancen haben, ihren ersten Marathon erfolgreich zu finishen“, so das Motto der Offiziellen des Volksbank-Münster-Marathon.

Männer;

Unserem Vorjahressieger, Duncan Koech hat es im vergangenen Jahr so gut gefallen, dass er gern erneut Jagd auf die Streckenrekordzeit macht. Mit 2:12:59 h lag er im Vorjahr knapp 2 Minuten unter dem bestehenden Streckenrekord von Patrick Miruiki aus Kenia, der bereits seit 7 Jahren Bestand hat (2:10:25 h). Doch er hat das Zeug dazu, denn seine Bestmarke liegt bei 2:07:53 h.

Schneller als der Streckenrekord war auch schon Hosea Kipkemboi aus Kenia. Er sollte im vergangenen Jahr die Pace für die Männer machen, lief den Marathon aber durch und wurde Dritter. Auch er wird wieder dabei sein. Klasse zeigt auch der Sieger des Dresden Marathons 2016, Tilahun Nigussie aus Äthiopien mit seiner Siegerzeit von 2:10:21 h. Er startet zum ersten Mal in Münster.

Seriensieger bei den deutschen Männern, Elias Sansar wird es in diesem Jahr schwer haben. Wenngleich Marcel Bräutigam wegen seiner anhaltenden Verletzung absagen musste, stehen als Konkurrenten Maciek Miereczko aus Erftstadt und Jan Kaschura aus Holzminden mit ihm in der ersten Reihe der schnellsten deutschen Athleten.

Frauen: 

2:29:12 h aus dem Jahre 2013 stehen zu Buche beim Streckenrekord der Damen. Vor vier Jahren lief Eleni Gebrehiwot vom TV Wattenscheid 01 freudestrahlend mit neuer persönlicher Bestleistung ins Ziel lief. Angreifen wollen hier vor allem zwei japanische Läuferinnen, die beim Osaka Marathon im vergangenen Jahr Platz 1 und 3 belegt haben. Die Bestzeit von Hisae Yoshimatsu liegt bei 2:28:49 h. Mitgebracht wird sie von der Vorjahreszweiten, Yoshiko Sakamoto, die im vergangenen Jahr mit ihrer sympathischen Art die Herzen der Zuschauer erobert hat. Alle anderen gemeldeten Damen aus Kenia können Zeiten um den Streckenrekord herum laufen. Gecoacht werden die Frauen in diesem Jahr durch Bethwel Chemweno aus Kenia, der die schnellste Frau bis ins Ziel begleiten wird.

Um die Streckenrekordzeit der Damen herum läuft auch Brems- und Zugläufer Roger Königs aus Belgien, der die 2:30 h-Zielzeit garantieren will. Sicherlich ein Ansporn für manchen schnellen deutschen Läufer, diesem besonderen Pacemaker zu folgen. Schnellste vorangemeldete deutsche Frau ist Jana Groß-Hardt von der LAZ Rhede, überraschend Gesamt-Dritte vor zwei Jahren mit neuer persönlicher Bestzeit von 2:40:51 h. Aktuell würde dies die viert schnellste in Deutschland gelaufene Marathonzeit in diesem Jahr bedeuten. Seriensiegerin bei den schnellsten deutschen Frau in Münster, Christl Dörschel vom SG Wenden, liegt mit ihrer Bestzeit von 2:43:07 h dicht dahinter. Auch Heike Kohler von Grojos LTF Elversberg kann Zeiten deutlich unter der 3 h-Marke laufen.

 Besondere Läufer beim Volksbank-Münster-Marathon

In diesem Jahr gibt es viele besondere Läufer: eine amerikanische Läuferin, die in Deutschland lebt und ihren Vater zu Besuch hat, um mit ihm den Marathon zu laufen; Läufer die in Münster geboren sind und nach über 20 Jahren erstmals wieder nach Münster kommen, um den Marathon zu laufen; viele Novizen, die ihren ersten Marathon in Münster laufen usw. Berührt hat das Organisationsteam sehr die schwere Krankheit eines Läufers, der in den letzten Jahren zu den schnellsten deutschen Läufern gehörte. Er wird von Freunden im Rollstuhl über die Marathonstrecke geschoben und hat Begleiter, die in seinem Sinne den Marathon durchlaufen wollen.

Eine weitere Ausnahme macht das Marathonteam bei der Zulassung eines Rollstuhls auf der Strecke bei der Stadtlohner Staffel, die aus einer anfänglichen Schnapsidee entstanden ist. Sie nennen sich „The Real Wheel Deal“. Stephan Frechen, der im Rollstuhl sitzt und Stephan Weise, Patrick Holtkamp, Dieter Frechen und Daniel Hambach sind wie „Ein Vierer mit Steuermann“, die Stefan Frechen im Rollstuhl über 42,195 km ins Ziel bringen wollen. Jeder der vier Läufer übernimmt eine Etappe und läuft die restliche Strecke für sich. Sie wollen Spenden sammeln für den Bundesverband Kinderhospiz. Und obwohl sie erst jetzt richtig angefangen haben, für den Marathon zu trainieren, sind bereits fast 1.000 € an Spenden zusammen gekommen. Das Besondere beim Marathonlaufen mit „Rollstuhl schieben“ ist nicht das Gewicht des Rollstuhls, sondern eher, dass die Armbewegung fehlt und man schnell verkrampfen kann. Die Läufer wollen an der Strecke so gut es geht Spenden sammeln. Mit der Aktion zeigen sie, dass selbst mit Handicap eine Teilnahme an einem Marathon möglich ist. Sie wollen den Zuschauern Mut machen, für lebensbedroht erkrankte Kinder zu spenden, die diese Möglichkeit nicht mehr haben. (Infos und Foto: Veranstalter)

 

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