Doppelsieg für Kenia beim Münster-Marathon

11.09.2017 | Von val
Doppelsieg für Kenia beim Münster-Marathon
Marathon
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Paul Maina  hat die Siegesserie der kenianischen Läufer beim 16. Internationalen Münster-Marathon fortgesetzt. Der 35-Jährige siegte bei seinem Debüt  auf der 42,195 km-langen Distanz in 2:11:22 h vor seinen beiden Landsleuten Duncan Koech (2:12:06 h) und Joseph Munywoki (2:12:17 h).

Paul Maina erzielte die drittschnellste Zeit, die bisher auf der Strecke in der Domstadt gelaufen wurde. Nach Angaben des Veranstalters befanden bei Temperaturen um 20 ° C und herrlichem Sonnenschein ca. 100.000 Zuschauer entlang der Strecke.  „Die Stimmung entlang der Strecke war hervorragend. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt. Das hat mich unwahrscheinlich motiviert. Zudem hatte ich   Pacemaker, die  einen Super-Job gemacht haben. Sonst wäre ich wahrscheinlich nicht so schnell gewesen,“ erklärte Sieger Paul Maina.

Als schnellster deutscher Läufer kam Elias Sansar (LG Lage-Detmold/Bad Salzuflen) in 2:25:25 h auf den achten Rang. Damit war der 37-jährige Langstreckler 19 Sekunden schneller als im Vorjahr. „Aufgrund meiner Trainingsergebnisse hätte ich eigentlich zwei Minuten schneller sein müssen. Anfangs hatte ich auch Kilometer-Abschnitte von 3:20 min, aber wegen des Windes konnte ich das Tempo nicht halten,“ berichtete Sansar,  der als bester Deutscher  die stattliche Prämie von 2.000 € kassierte.  Zum Vergleich: Sieger Paul Maina konnte mit 3.000 € den Heimflug antreten.

 Maciek Miereczko (VFB Erftstadt) und Elisas Sansar (LG Detmold) waren die schnellsten Deutschen in Münster

Maciek Miereczko (VFB Erftstadt) und Elisas Sansar (LG Detmold) waren die schnellsten Deutschen in Münster

Ein starkes Rennen absolvierte auch Maciek Miereczko (VFB Erftstadt), der sich im Gesamtklassement als zweitschnellster DLV-Starter den neunten Rang in 2:25:53 h erkämpfte. Sehr viel Beifall erhielt Lokalmatador David Schönherr (LSF Münster, 6.in 2:36:47 h), der aufgrund von Achillessehnenprobleme vier Monate pausieren musste. „Für mich war der heutige Lauf daher  lediglich ein besseres Training, denn ich möchte aufgrund meines Trainingsrückstandes erst  beim Frankfurt-Marathon am 29. Oktober richtig angreifen. Dort strebe ich eine Zeit um 2:25 h an.“, kündigte Schönherr an. Als Münsteraner war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, bei dem Marathon in der Domstadt mitzulaufen, und er hat es sichtlich genossen.

Auch bei den Damen gab es einen Erfolg für Läufernation Kenia. Rose Maru setzte sich nach einer starken Endphase  in 2:33:05 h vor ihrer Teamkollegin Eunice Kioko (Kenia, 2:33:59 h) und der Japanerin Hisae Yoshimatsu (2:36:00 h) durch.  Der Streckenrekord der Wattenscheiderin Eleni Gebrehiwot aus dem Jahr 2013 (2:29:12 h) blieb damit unangetastet.  Von den deutschen Läuferinnen konnte sich Christl Dörschel (SG Wenden), die den Lauf schon zweimal gewonnen hatte,   als Sechste  in 2:56:05  Stunden am besten platzieren.  „Die Organisation und die Stimmung entlang der Strecke waren natürlich wieder super, aber mir machte der Wind ganz schön zu schaffen. Nun versuche ich, am 29. Oktober beim Frankfurt-Marathon noch einmal  auf Zeit zu laufen,“ erklärte die 41-jährige Wendenerin, die kurz vor ihrem Start in Münster von einem Urlaub auf der Kanareninsel Lanzarote zurückkehrte.

Der Münster-Marathon boomt. Die Masse der Läufer freut`s

Der Münster-Marathon boomt. Die Masse der Läufer freut`s

9.500 Läuferinnen und Läufer starteten bei wieder vorbildlich organisierten  Münster-Marathon, der damit zu den größten Veranstaltungen dieser Art  in NRW zählt. Organisator Michael Brinkmann hatte wieder alle Register gezogen, um den Teilnehmern und den ca. 100.000 Zuschauern ein interessantes  kulturelles  Programm zu präsentieren. 300 Künstler sowie zahlreiche Musik- und Tanzgruppen entlang der Strecke sorgten für eine großartige   Stimmung in der Domstadt.

Großen Anklang fand auch wieder das Mentorenkonzept, das die AOK Nordwest in Zusammenarbeit mit dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen im Vorfeld durchführte. Fast 1.000 Läuferinnen und Läufer hatten von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Der Erfolg: Alle kamen gesund ins Ziel und hatten viel Spaß dabei. (Text und Fotos: Matthias Behrens)

Foto-Titel: Paul Maina, Marathon-Sieger 2017, in Münster

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